Die richtige Atmung beim Walken verhindert Atemnot

(2)
Kommentar abgeben

Atmen, gehen… zwei so natürliche Verhaltensweisen, dass man oft vergisst, diese bewusst zu tun. Das richtige Atmen lernt man aber genauso wie das Gehen: durch Erfahrung. Hier lernen Sie, Ihre Atmung zu steuern, damit Sie sich beim Walking besser fühlen und Ihre Ausdauer steigern.  

Die richtige Atmung ist für ein gutes Walkingtraining von wesentlicher Bedeutung

Wenn Sie walken, braucht Ihr Körper mehr Sauerstoff als in Ruhephasen. Er benötigt diesen, um die Muskeln zu versorgen und damit Sie die Leistung dauerhaft halten können. Beim Walking konzentriert man sich mehr auf das Gehen und den Bewegungsablauf als auf die tiefe, regelmäßige Atmung, die jedoch genauso wichtig für das Walkingtraining ist. 

Man muss atmen können, um seinen Atem zu trainieren und Sport ohne Atemnot betreiben zu können und so Seitenstechen zu vermeiden. Zu Beginn einer sportlichen Tätigkeit wie dem Walken begehen die Sportler oftmals den Fehler, den Atem im Training zurückzuhalten. So entstehen Atemnot und Seitenstechen. 

Hier soll gelernt werden, wie man tief und regelmäßig mit dem Bauch atmet, um die Lungenkapazität maximal auszunutzen. So verfügen Sie über die erforderlichen Sauerstoffreserven, um Ihre Ausdauerleistung zu halten und effizienter zu walken. 

1 Bewusste Wahrnehmung der eigenen Atmung in Ruhephasen

Um das richtige Atmen zu lernen, gibt es eine einfache Übung, die Sie abends zu Hause oder vor Ihrer Walking-Trainingseinheit einbauen können. Dafür legen Sie sich auf den Rücken und eine Hand auf den Bauch. 

Atmen Sie langsam und tief mit dem Zwerchfell. Spüren Sie, wie sich Bauch und Lunge entfalten. Das Zwerchfell liegt zwischen Brustkorb und Bauch. Beim Einatmen durch die Nase macht das Zwerchfell Platz, damit sich die Lunge dehnen und die eingeatmete Luft aufnehmen kann. Beim Ausatmen durch den Mund ermöglicht das Zwerchfell Ihrer Lunge, die enthaltene Luft wieder auszustoßen, und Ihr Bauch fällt wieder sanft zusammen. 

Sollten Sie keine Bauchbewegung spüren, atmen Sie mit dem Brustkorb und Ihre Atmung ist nicht vollständig. Üben Sie dies regelmäßig, so sind Sie in der Lage, diese Atembewegung auch beim Sport anzuwenden.  

Die Vorteile dieser Übung zeigen sich auch im Alltag. Mit dieser Art, regelmäßig und ruhig zu atmen, wird man gelassener. Wenn Sie gestresst sind, üben Sie dies auch außerhalb der Walkingeinheiten

Tipps von Emmanuel Lassalle, um beim Sport richtig zu atmen

"Mit der Zeit haben Sie keine Schwierigkeiten mehr, diese Übung auf das Walken zu übertragen. Bemühen Sie sich, diesen Reflex zu übernehmen, denn er hilft Ihnen dabei, sich zu erholen. Das ist ausschlaggebend für die richtige Walkinghaltung, um Rückenschmerzen zu vermeiden und wenn man eine Ausdauersportart wie diese ausübt. Zudem sind die Vorteile einer richtigen Atmung auch im Alltag zu spüren ! Sorgen Sie dafür, dass Ihr Körper sich auf natürliche Weise Ihren Atemrhythmus einprägt. Es gibt so viele Formen des Atmens wie es Walker gibt. Ich persönlich stimme meine Atmung auf meine Armbewegung ab. Ich atme für 3 Armbewegungen ein, und dann für 3 Armbewegungen aus, usw."

Es ist auch möglich, Ihre  Atmung auf Ihre Schritte abzustimmen, so wie es Emmanuel  mit der Armbewegung tut. Wenn Ihr Ziel darin besteht, ganz tief auszuatmen, dann können Sie Ihre Bauchmuskeln beim Ausatmen leicht anspannen. Das hilft auch dabei, sich gerade zu halten und nicht auf den Hüften zusammenzusacken. 

Für das richtige Walken ist das Atmen unter Belastung daher von wesentlicher Bedeutung: es verhindert, dass man zu schnell in Atemnot gerät, Seitenstechen bekommt und das Training unterbrechen muss.  Für eine richtige Atmung dürfen Sie auch nicht vergessen, sanft anzufangen und zum Ende hin langsamer zu trainieren, damit Sie sich gut erholen

 

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Vote
Bewertung abgeben
Techniken und Tipps

Nimmt man beim Walking eine gute Haltung ein, so ist das gut für den Rücken. Dadurch hat Emmanuel Lassalle, Ultralangstreckengeher, sein Rückenleiden geheilt: " Nach einer Verletzung habe ich mit dem Walken angefangen, in einer Zeit, in der ich fast 4 Ischiasleiden pro Jahr hatte. Nach einigen Monaten waren diese Anfälle vorbei und sind jetzt nur noch eine weit zurückliegende Erinnerung ! "

(2)
HAUT DE PAGE